Gewalt am Arbeitsplatz

Unternehmen und Behörden , die sowohl mit akuten oder gefährlich erscheinenden Konfliktlagen mit Kunden oder Mitarbeitern zu tun haben, können sich an die Praxis wenden, um gemeinsam ein umfassendes Konzept zu Bedrohungs- und Gefährdungslagen zu erstellen.

Drohungen und Gewalt gegen Angehörige von Institutionen, Unternehmen und Vereinen gehen häufig von einem "Kunden" oder auch einem aktuellen oder früheren Mitarbeiter aus.

Viele betriebliche, personale und strukturelle Entscheidungen haben nach innen wie nach Aussen oft negative Auswirkungen auf bestimmte Betroffene. Die Folgen können als sehr kränkend und bedrohlich erlebt werden und negative Emotionen wie Wut, Hass und Rache mobilisieren.

Hinweise zu sogenannten "Innentätern":

Bei Tätern, welche eine Bereitschaft zu schweren Gewaltaktionen am Arbeitsplatz insbesondere gegen KollegInnen oder gegen Vorgesetzte entwickeln, handelt es sich meist um Männer. Da sie ihrer beruflichen Aufgabe und ihrem Status meist eine hohe Bedeutung zuschreiben, Arbeit für sie identitätsstiftend und ein "zweites Zuhause" sein kann, kommen sie im Falle von qualifikatorischen Herabstufen oder von Kündigungen in eine schwere "Männlichkeitskrise". Manche Betroffen wollen diese "Degradierungserfahrungen" mit Formen von Männlichkeitsbeweisen kompensieren -  bis hin zur Androhung oder Ausübung von Gewalt.

 

Das Risiko von "workplace violence" kann in einem Verbund von interner und externer Beratung, Abklärung und Massnahmefindung reduziert werden.