Gewalt und Verletzungsmacht

Es gehört zu den Tatsachen menschlicher Existenz: Gewalt ist eine Option menschlichen Handelns (Popitz 1992).

 

Ziel der Gewalt ist die körperliche Verletzung des anderen, die Absicht, anderen etwas anzutun. In der direkten Aktion des Schädigens und Verletzens zeigt sich, wie überwältigend die Absicht der Verletzung anderer und die Überlegenheit von Menschen über andere Menschen sein kann.

Formen der zielgerichteten Gewalt sind vielfältig. Gewalthandeln kann verdeckt oder offen geschehen, schleichend oder eruptiv, unbewaffnet oder bewaffnet. Der angerichtete Schaden bis hin zur Tötung kann "nur" in Kauf genommen oder aber geplant und zielgerichtet angestrebt werden.

 

Ihrem Wesen nach ist Gewalt Verletzungsmacht - der Akteur der Verletzungsmächtige (Popitz 1992). Im Akt des Verletzens zeigt sich, wie überwältigend die Überlegenheit von Menschen über andere Menschen sein kann.

 

Das gewalttätige Handeln eines Menschen entsteht und generiert sich aus einer Wechselwirkung zwischen Täter, Vorgeschichte, Situation und der Beziehung zu  den Opfern als Zielpersonen für die Gewalt.

 

Siehe auch: Modell Fragmentierungs-Entgrenzungs-Modell FEM